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Funktionsweise: Was sind Elektrolumineszenzfolien ?

Eine EL-Folie ist eine flexible Folie, die bei angelegter elektrischer Spannung leuchtet. Dies beruht auf dem Effekt der Elektrolumineszenz. Die Entdeckung der Elektrolumineszenz (EL) geht zurück in das Jahr 1936, die Entwicklung blieb aber bis in die sechziger Jahre im Laborstadium. Man wollte eine Alternative zur Glühbirne entwickeln, was unter den gegebenen technischen Möglichkeiten scheiterte. Später wurden die EL-Lampen hauptsächlich in der Luft- und Raumfahrt eingesetzt.

Heute hat man weitere Einsatzgebiete gefunden, in denen die EL-Lampe ihre Vorzüge ausspielen kann: Durch ihre geringe Einbautiefe, Flexibilität, homogene Lichtverteilung und geringe Leistungsaufnahme hat sie ihr hauptsächliches Einsatzgebiet in der Hintergrundbeleuchtung von technischen Anzeigedisplays in Fahrzeugen, Handys, Laptops oder Messgeräten.

Aufbau

Die Standard EL-Folie besteht aus sechs Schichten: Zunächst wird auf eine transparente, elektrisch leitfähige Frontfolie (auch Frontelektrode genannt) im Siebdruckverfahren eine EL-Pigmentschicht gedruckt. Dann folgt ein keramisches Dielektrikum, welches als Reflektor dient, und später eine Schicht aus Silberleitpaste. Diese Paste bildet die Rückelektrode. Fertiggestellt wird die EL-Folie durch die Versiegelung mit beidseitigem Laminat.

Wie funktionieren Elektrolumineszenzlampen ?

Als Elektrolumineszenz bezeichnet man die Eigenschaft bestimmter Phosphore in einem elektrischen Feld zu leuchten.

Die EL-Lampe emittiert das Licht in Abhängigkeit des Stroms. Strom fließt, sobald sich die Spannung an den Elektroden zeitlich ändert. EL-Lampen sind also elektrisch gesehen ein Kondensator und benötigen eine Wechselspannung. Man bezeichnet sie deshalb auch als “Leuchtkondensator”.

Ein Vorteil von EL-Lampen sind die kurzen Reaktionszeiten. Die Einschaltverzögerung kann bei den heute gängigen Systemen vernachlässigt werden und die Ausschaltverzögerung liegt bei 100ns. Daraus ergibt sich eine sinnvolle Maximalfrequenz von ca. 3000Hz. Allerdings nimmt der Wirkungsgrad durch die Übererregung ab, sobald die Frequenz darüber steigt.

Helligkeit

Bei EL-Lampen wird die Helligkeit in Form der Leuchtdichte L in [cd/qm] angegeben. Sie ist abhängig von der Betriebsspannung und Frequenz und liegt meistens um 80 cd/qm. Dies ist etwa die Helligkeit eine Computermonitors.

Vorteile gegenüber anderen Beleuchtungsarten

Elektrolumineszenz-Leuchtfolien, kurz EL-Folien genannt kommen dort zu Einsatz, wo sonst keine andere Lichtquelle Platz hat. Sie sind dünn und biegsam, erzeugen kaum Wärme und bieten eine gleichmäßige Ausleuchtung über die ganze Fläche

Flach: Die Leuchtfläche ist eine dünne flexible Folie. (bis unter 0,2 mm)

Flexibel: Die Folie kann gebogen, geklebt und geschnitten werden.

Angenehm: Ein völlig gleichmäßiges Licht ohne wahrnehmbare Helligkeitsunterschiede in der Fläche. Kein Flimmern und keine Einschaltverzögerung.

Langlebig: Die Lampe hat eine Lebensdauer von ca. 3000 Stunden und fällt auch danach praktisch niemals ganz aus.

Attraktiv: EL-Folien haben den unverkennbaren “High-Tech Look”. So wird jede Lampe zum Blickfang.

Sparsam: EL-Folien haben einen Wirkungsgrad von etwa 95%, so dass der Stromverbrauch nur noch 1/6 der einer Leuchtstoffröhre beträgt. Dadurch kaum Wärmeentwicklung vorhanden.

Robust: Völlig erschütterungs-unempfindlich, mechanisch hoch belastbar und temperaturstabil. Da kann man sogar drauftreten.

Auffällig: Mit entsprechenden Invertern stufenlos dimmbar und mit Lichteffekten zu betreiben, die Leuchtpigmente sind zu Schriftzügen und Logos verarbeitbar.

Druckbar: Völlig unabhängig von Form und Fläche. So werden zum Beispiel die Ziffern auf Tacho-Scheiben aufgedruckt.

 

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